Falsch eingestellte Heizungsanlagen verfeuern bares Geld

Ein hydraulischer Abgleich kann helfen

(Verbraucherzentrale / 05.09.2013)

Wird der alte Heizkessel ausgetauscht, kommt meistens ein neuer Wärmeerzeuger mit Brennwerttechnik zum Einsatz. Der Vorteil: Dieser nutzt zusätzlich die im Abgas vorhandene Kondensationswärme, die sich bei Altanlagen über den Schornstein verflüchtigt. Damit kann eine neue Anlage ca. zehn Prozent mehr Energie aus dem eingesetzten Brennstoff gewinnen.

Der „Brennwert-Check“ der Verbraucherzentrale Energieberatung zeigt allerdings nicht selten, dass viele der neuen Anlagen nicht im Brennwertbereich laufen und damit mehr Energie verbrauchen als erforderlich. Der Grund: Der Brennwerteffekt bei Brennwertgeräten tritt erst ein, wenn die Rücklauftemperatur des Heizkreises optimal eingestellt ist. Um das zu erreichen, muss ein hydraulischer Abgleich am Heizungssystem durchgeführt werden. 

Beim hydraulischen Abgleich wird der Durchfluss des Heizungswassers für jeden einzelnen Heizkörper so reguliert, dass eine gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Gebäude erreicht wird. So kann sichergestellt werden, dass beispielsweise ein Heizkörper im Dachgeschoss noch warm wird und ein nah am Heizkessel montierter Heizkörper, durch Drosselung der Durchflussmenge des Heizungswassers, deutlich abkühlt. Der Energieverbrauch zum Heizen des Gebäudes sowie zum Betreiben der Heizungspumpe kann so erheblich gesenkt werden. 

Die Verbraucherzentrale Energieberatung empfiehlt daher, einen hydraulischen Abgleich von einem Heizungsfachbetrieb durchführen zu lassen. Aufschluss über die Effizienz von Gas- und Heizöl-Brennwertgeräten liefert vorab der „Brennwert-Check“ der Verbraucherzentrale, der auf Grund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für Verbraucher nur 30 Euro kostet. Die Durchführung dieses standardisierten Energie-Checks erfolgt beim Ratsuchenden zuhause und kann nur in der kalten Jahreszeit stattfinden.

 

 

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