Feuchtgebiete – Richtiger Umgang mit Schimmel

Energieberater der Verbraucherzentrale helfen

(Verbraucherzentrale / 25.07.13)


Nicht nur Dreck, Schlamm und zerstörte Einrichtungen sind die Spuren der Hochwasserfluten – auch die Bausubstanz der Gebäude ist oft in Mitleidenschaft gezogen. Gerade bei sommerlichen Temperaturen bieten durchfeuchtete Wände ein hervorragendes Milieu für Schimmelpilze. Modriger Geruch und dunkle Flecken in den Ecken sind Anzeichen für einen Befall. Zwar stellt nicht jeder Schimmelbefall eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung dar, jedoch ist es ratsam, sofort zu reagieren. „Liegt ein Befall vor, sollte die Ursache schnellstmöglich ermittelt und der Schimmel beseitigt werden“, sagt Wolfgang Teichert, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt.


Schimmel entsteht durch zu hohe Material- oder Oberflächenfeuchtigkeit. So tritt auch in vom Hochwasser nicht betroffenen Häusern und Wohnungen häufig Schimmel auf. Ursachen dafür sind oft bauliche Mängel, Restfeuchtigkeit im Neubau, falsches Heizen und Lüften oder Wasserschäden. Bei Altbauten führt oft der Einbau neuer Fenster sowie falsches Lüften zu Schimmelpilz. Denn die Oberflächentemperatur der Wände kann nach dem Austausch niedriger sein als die der Fenster. „Der kritische Punkt der Feuchtekondensation im Raum verlagert sich damit vom Fenster in die Hausecke“, erläutert der Architekt und empfiehlt auch das Lüftungsverhalten entsprechend anzupassen. Besonders empfehlenswert ist dabei die Kontrolle der Raumluftfeuchte mit einem Hygrometer und verstärktes Lüften, wenn die relative Feuchte 55 bis 60 Prozent erreicht oder gar übersteigt. Dabei gilt: Bei schlecht gedämmten Gebäuden eine relative Feuchte von 50 Prozent möglichst nicht überschreiten, bei gut gedämmten sind auch 60 Prozent noch in Ordnung.

Persönliche Beratung zur Vorbeugung und Beseitigung von Schimmel bieten die anbieterunabhängigen Energieberater der Verbraucherzentrale in einem persönlichen Beratungsgespräch an einem unserer 36 Standorte oder bei einem Detail-Check direkt zu Hause. Für alle Verbraucher die vom Hochwasser betroffen sind und einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind beide Beratungsangebote kostenfrei. Leicht umsetzbare Verhaltenstipps zum richtigen Lüften und Heizen bietet der Ratgeber „Feuchtigkeit und Schimmelpilz“ – als Download auf der Website oder in einer Beratungsstelle vor Ort.

 

 

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